Anders

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Anders ist 41, er ist gerade ein bisschen verkatert. Gestern war er mit seiner Frau im Schlupfwinkel, einem Lokal bei ihm um die Ecke im 4. Bezirk. Sie arbeitet für eine Internationale Menschenrechtsorganisation, und ein Freund, der auch für eine Internationale Menschenrechtsorgansiation arbeitet, ist aus Boston nach Wien gekommen wegen einer UNO-Konferenz.

Sie haben also viel getrunken und über die Sorgen der Welt geredet, „aber es ist schwer, über Menschenrechte zu reden!“, sagt Andres. „Jeder denkt: Menschenrechte, wow, so super! Was für eine positive Arbeit!“ Der gebürtige Amerikaner hat den Freund seiner Frau also auf Englisch gefragt: „He, was machst du genau? Und er hat gesagt: Yeah, I am here because of sexual violence against children. Und ich: Tatatataaaaam! Yeah, great! Can we talk about Soccer?“

Heute geht Anders noch „zu einem Vortrag von irgendwelchen Sozialisten über die Erste Republik“, ohne seine Freundin. Ein Freund, der bei den Wiener Linien arbeitet, hat ihn eingeladen. Die Sache steigt „im Museum der Kubanischen Kultur oder so was, ich habe keine Ahnung, wo das ist. Ich habe auf Google Maps nachgeschaut, aber es gibt nicht einmal eine Buslinie dort hin, wahrscheinlich muss ich auf kubanische Art zu Fuß gehen.“ Ob er erwartet, dort guten kubanischen Rum trinken können? Er erwartet folgendes: „Hoffentlich gibt es gute weiße Spritzer!“

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