Franz

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Franz ist 66, es geht ihm gut. Ich treffe ihn im „Gasthaus zur Gemse“ im oberösterreichischen Windischgarsten zur Wiedereröffnung nach dem Corona-Shutdown, wo er bei Wirt Hans und Wirtin Karin Stammgast ist. „Coronabedingt war ich jetzt zwei Monate lang nicht da“, sagt er, „und ich trau es mich fasts nicht laut zu sagen, aber es ist mir sehr gut gegangen!“

Auf „die Gams“ hat er sich natürlich trotzdem gefreut – „Und wie!“ -, und er hat sich sofort eine Halbe Bier gekauft: „Ein Puntigamer in der Gams, das ist schon das Oberding!“ Außerdem hatte er ein paar Schulden zu begleichen, „zum Beispiel ist die Manuela da, und der schulde ich ein paar Seiterl.“ Warum? Die Manuela ist seine Golfpartnerin, „und wenn man ein Girlie schlägt, dann zahlt man ein Seiterl.“ Was ist ein Girlie? „Wenn man vom Herrenabschlag den Ball nicht zum Damenabschlag bringt!“, lacht er, „oder anders gesagt: Wenn der Schlag misslingt.“

Golf spielt Franz praktisch jeden Mittwoch der Saison seit 2002. Wie sein Handicap ist? „Frag mich was Leichteres! Mir gehts darum, dass ich in der Natur meine Kilometer mache, ich bin am Knie operiert, und dabei kann ich ein paar Mal glücklich oder unglücklich drauf haun. Es soll schon so sein, dass es nach was ausschaut. Aber wenn es vom 18er Loch zurück geht, dann sieht man das Saletterl ….“

Und im Saletterl gibt es ein Seiterl.

 

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