Eva

Eva ist 61

Eva ist 61, es geht ihr wieder „ so halbwegs“. Eva ist auch vom Hören her eine echte Ottakringerin und außerdem Mitglied eines KünstlerInnenstammtischs, der sich im Café Weidinger trifft: „Heute tritt die Valiente auf, ich weiß nicht, ob Ihnen die was sagt? Die ist schon am Yppenplatz aufgetreten und in Hernals drüben.“

Unlängst ist Eva gestürzt, daher das Pflasterl auf ihrer Stirn. Sie hatte eine Unterzuckerung auf der Maroltingergasse draußen, „aber in drei Minunten war ich im Wilhelminenspital, in allem Ernst! Ja, da ist nämlich grad der Notarzt vorbeigefahren mit der Rettung, die haben mich zusammengeklaubt, am nächsten Tag durfte ich wieder nach Hause.“

„War das nicht gefährlich?“

„Ich hatte eine kleine Gehirnblutung“, sagt sie mit sehr ernstem Blick.

An den Ohren trägt sie heute Klopapierschmuck, aufgefädelt auf Beatmungsschläuchen. „Die hat die Künstlerin, die was die gemacht hat, auch schon nach Amerika verkauft. Übers Internet!“

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