Gabi

Gabi will mir nicht sagen, wie alt sie ist, ich schätze: „Mitte 50?“ Und sie antwortet fröhlich: „Danke!“ Das haben Sie schön gesagt!“ Es geht ihr gut, als ich sie vor der Pizzeria Casa D´Oro im EKZ in der Wiener Großfeldsiedlung im 21. Bezirk treffe, wo an diesem Tag der Wahlkampf von HC Strache, dem es gerade nicht so gut geht, beginnt. Es ist nicht viel los hier, ein paar solariumgebräunte Stiernacken in rosa Poloshirts mit aufgestellten Krägen stehen herum, und in der Pizzeria selbst spielt der Music Men mit „E“ im Namen „Rote Lippen soll man küssen“. Gabi ist ein Fan von HC, nicht vom Music Men. Sie ist politisch interessiert und hofft, dass er bei der Wahl den Einzug ins Stadtparlament schaffen wird, schon „aus dem demokratischen Gedanken heraus. Er wäre ein kleines Gewicht dabei.“Gabi war den ganzen März über noch in Thailand auf Koh Samui, kam mit einem der letzten Covid-Flieger der Lufthansa zurück und ging in Quarantäne, „was die Voraussetzung war, überhaupt mitgenommen zu werden.“ Vor zwanzig, dreißig Jahren entschied sie sich für ihre schöne Haarfarbe, um die sie sich nun alle vier Wochen kümmern muss, „je älter ich werde, desto öfter“, lacht sie. Und ihre dazu farblich abgestimmte Kleidung? „Ich ziehe mich nach Gefühl an, schaue, ob ich mich wohl fühle, und dann paßt es.“ Sie lebt in einer Beziehung und hat eine erwachsene Tochter.

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