Hardi

hardi

Hardi, ist 63, es geht ihm gut. „In der Szene kennen’s mi als Hardi, oba i bin schon lang in kana Szene mehr.“  1983 hat er eine Platte herausgebracht: A-Seite „Kronprinz Rudi (Kaufen’s Ihna Rollschuhe)“, B-Seite „Wien bei Nacht“. „Hat später der Fendrich gestohlen, ich war vor ihm da.“ Die Präsentation war in einem Café im Ersten Bezirk, „pass auf, wie hat das geheißen, hinterm Cafe Monarchie. … Da war diese ORF-Lady, und die hat am nächsten Tag gesagt: ‚Ein neues Gesicht ist in der Plattenwelt erschienen, hoffentlich verschwindet es bald wieder. Ja, so war’s. Und aus war’s.“

Einmal haben sie die Nummer gespielt „in Ö3 dabei“, dann hat er 1000 Stück einstampfen können, weil sie ihn „geschimpft haben als Monarchist und Nazi, die Gfrasta, die Oarschlöcha, die Gschissenen.“ In der Folge hat er Recycling-Kunst gemacht, „den Erich Joham, den kennst? Den Frisör? Bei dem hob i einmal ausgestellt, und dann noch einmal da unten in der Galerie am Park, war leinwand. Aber seitdem mach i nur mehr Kunst für mi, ich verkauf nichts.“

Er hat drei Berufe gehabt, seit 2003 ist er in Pension, kriegt 863 Euro. Das geht sich aus? „Jo.“ „Na!“ „Jo…“ „Na! Oba wos soll i mochn?“ Am Putz hauen kann er nicht, am Putz haut er schon lange nicht mehr. „Glick hob i, dass ich jetzt die Doppelte krieg.“ Er muss nämlich sein desolates Bad in der kleinen Gemeindebauwohnung richten lassen.

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