Gernot

Gernot ist 63, es geht ihm gut. Vielleicht, weil er superfit ist? „Hoarch zua“, sagt er mit Kärntnerischem Idiom, „ich bin ein Jogger, ich lauf regelmäßig 100 Kilometer im Monat, mir macht das Spaß, ich hab einen Freud‘ beim Laufen und Zeit zum Nachdenken, da fallen einem tausend Dinge ein.“ Heute geht er wieder auf die Alte Donau, da dreht er genau zwölf Kilometer, „und das ist perfekt.“ Ernährungstechnisch macht er nichts Besonderes, „normal essen, den normal üblichen G’spritzten am Abend trinken, das ist es.“

Wir treffen uns im EKZ in der Großfeldsiedlung vor der Pizzeria Casa D’Oro, in der ein alter Haberer von ihm, der schon bessere Zeiten gesehen hat, seinen Wahlkampfauftakt für die kommende Wahl in Wien bestreit, in der Pizzeria spielt bereits ein „Music man“, der sich „Music men“ nennt, an seinem Keyboard und singt „Rote Lippen soll man küssen“. „Ich bin ein großer Fan vom Music Men“, sagt Gernot. Privat hat er ihn freilich noch nie engagiert.

Gernot stürtzt sich ins Getümmel, um „zu polarisieren, das ist im Wahlkampf das wichtigste.“ Wenn sein alter Haberer ein paar Prozent schaffen sollte, dann wird er sich ein paar Spritzer gönnen.

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