Yara

Yara ist 15, wie geht es ihr? „Um ehrlich zu sein, es geht mir besser als ich gedacht habe. Als ich wieder vom 2. Lockdown gehört habe, dachte ich mir, ich werde das nicht nochmal durchstehen können. Jetzt sieht das aber ganz anders aus: die Schule stresst mich nicht mehr so wie beim letzten Mal, weil alles viel organisierter ist, meinen Tagesplan mit eingeschlossen. Im Gegensatz zu anderen Schulen gibt es in unserer relativ wenig Online-Unterricht, und ich bekomme Aufgaben, die ich ohne Hilfe gut bewältigen kann.

Mein Tagesablauf besteht darin, dass ich am Vormittag entweder an einer Konferenz teilnehme oder meine Aufgaben erledige. Am Abend kann ich mich ausruhen, meinen Freizeitaktivitäten nachgehen und mit Freunden telefonieren. Mittlerweile fehlt mir der soziale Kontakt nicht mehr so stark wie beim ersten Mal. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich an den Lockdown gewöhnt habe, oder dass ich manchmal zu beschäftigt mit der Schule bin, um darüber nachzudenken? Ich muss aber zugeben, ich bin viel unmotivierter, wenn es um das Lernen geht. Ich schaffe es nicht, Vokabeln zu lernen, weil es keineAntriebskraft gibt. Ich nehme es mir immer vor, nur fehlt mir der letzte Motivationsschub. Deshalb bin ich besorgt, dass ich später dann nicht mehr in das Schulleben reinkomme. Ich hab das Gefühl, ich werde mit meinemWissen ein wenig hinterher hängen oder in Zukunft überfordert zu sein.

Eine weitere Belastung ist das ständige Zusammenleben der Familie. Das führt häufig zu Streitereien und Unruhe. Dennoch ist das im Endeffekt auch kein so großes Problem, denn schlussendlich versöhnen wir uns wieder.“

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