Andreas

Andreas ist 66, es geht ihm gut. Ich treffe ihn an einem kalten Sonntagvormittag in Schönbrunn, wo er gerade ein paar verschärfte Übungen macht. Zuvor ist er schon von zuhause im 13. Bezirk hinauf zur Gloriette gelaufen, nach den Übungen läuft er wieder zurück, das sind fünf Kilometer, jeden Tag. Die herumstehenden Bankerln nützt er dabei für 2 x 25 Liegestütze, „die gehen hier sehr schön.“ Oder er stärkt die Rückenmuskulatur: „Auf den Bauch legen, das Becken an der Kante, Oberkörper hochziehen, halten.“ Radfahren, Schwimmen, Schifahren, Laufen und Volleyball auf Amateurniveau betrieb oder betreibt er auch. Wenn er nicht sporteln kann, dann geht’s ihm „wie einem Hund, der Gassi gehen muss.“

Auf dem Bankerl liegt sein Handy, auf dem er Schlagermusik gespeichert hat. Am liebsten hört er Reinhard Fendrich, am allerliebsten dessen Song „Leben“. Mit Musik macht das Trainieren gleich noch mehr Spaß. Der HTL-Absolvent war EDV-Organisator und Betriebsinformatiker, jetzt genießt er die Pension und in dieser vor allem, dass er tagsüber laufen kann. Früher ging er oft erst im Dunkeln raus, „weil ich so viel Arbeit hatte.“

Nach dem Training wartet die Gattin auf ihn, heute sogar mit einem Fleischpapperl. „Ansonsten leben wir ja gesund, die Tochter ist Vegetarierin und will nicht, dass wir Tiere essen. Wir haben ein dickes Kochbüchl, und meine Frau bzw. die Tochter probieren immer wieder was Neues aus.“ Nur einmal in der Woche „sündigen“ sie. Dafür geht’s nach dem Essen gleich wieder raus, mit Hündin Rika zum Spaziergang.

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